Der Untiefen, da wo die deutsche Sprache haben tut
Es gibt so Situationen, da kann man weinen - oder lachen. Ich entscheide mich meistens für das Lachen. So auch heute. Zweimal.
Das erste Mal übersandte mir ein aufmerksamer Beobachter ein durchaus beachtenswertes Bonbon der Sprachgewandtheit seiner ihm anvertrauten Lernwilligen. Das Ganze übersetze ich an dieser Stelle, da die Nomen durchaus derart fachspezifisch sind, dass ich den Unterhaltungswert gefährdet sehe. Nehmen wir mal an, es ging um ... hm, okay, sagen wir, es ging um Haare. Die hat jeder, meist an Stellen, wo man sie nicht haben möchte und nicht an Stellen, an denen man sie haben möchte. Wie auch immer, also, mein erstes Vergnügen heute bestand in:
"Die obere Oberhaarschicht, die sich als in mittlerem grau mit bläulichem Stich verblassendem Keratin vorkommt mit gelblich-ockerfarbenden Brüchen."
Ich muss an dieser Stelle neidlos zugestehen, dass mir selbst noch nie ein derart poetischer Satz aus der Feder geflossen ist.
Das zweite Mal wurde mir ganz vergnüglich zumute - einerseits, weil ich nicht weinen wollte, andererseits, weil auch mir jemand ein solches Goldstück von Konstruktion angedeihen ließ - als ich folgende, aus Verständnisgründen ebenfalls leicht modifizierte Erklärung las:
"Sehr geehrter ***,
*XXX* nicht an der Ausschreibung teilnehmen und wir eine Firma nachbenennen."
Hilfsverben sind schon eine Krux - und ohne sie ist es sowieso viel lustiger.
Eure Glitzerine
Das erste Mal übersandte mir ein aufmerksamer Beobachter ein durchaus beachtenswertes Bonbon der Sprachgewandtheit seiner ihm anvertrauten Lernwilligen. Das Ganze übersetze ich an dieser Stelle, da die Nomen durchaus derart fachspezifisch sind, dass ich den Unterhaltungswert gefährdet sehe. Nehmen wir mal an, es ging um ... hm, okay, sagen wir, es ging um Haare. Die hat jeder, meist an Stellen, wo man sie nicht haben möchte und nicht an Stellen, an denen man sie haben möchte. Wie auch immer, also, mein erstes Vergnügen heute bestand in:
"Die obere Oberhaarschicht, die sich als in mittlerem grau mit bläulichem Stich verblassendem Keratin vorkommt mit gelblich-ockerfarbenden Brüchen."
Ich muss an dieser Stelle neidlos zugestehen, dass mir selbst noch nie ein derart poetischer Satz aus der Feder geflossen ist.
Das zweite Mal wurde mir ganz vergnüglich zumute - einerseits, weil ich nicht weinen wollte, andererseits, weil auch mir jemand ein solches Goldstück von Konstruktion angedeihen ließ - als ich folgende, aus Verständnisgründen ebenfalls leicht modifizierte Erklärung las:
"Sehr geehrter ***,
*XXX* nicht an der Ausschreibung teilnehmen und wir eine Firma nachbenennen."
Hilfsverben sind schon eine Krux - und ohne sie ist es sowieso viel lustiger.
Eure Glitzerine
Glitzerine - 7. Jan, 15:11